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September 2008

Ein Stückchen Hofbräuhaus in New York

Der deutsch-amerikanische Freundschaftsmonat hat am Freitag mit einem Dinner im Kolonialstil im ältesten Restaurant New Yorks begonnen. Den Gästen in Fraunces Tavern wurden außerdem zu jedem Gang ein Bier der Brauerei Hofbräu serviert.

Dr. Michael Möller, Lars HalterAn dem Ort, an dem George Washington nach dem Revolutionskrieg seine Generäle verabschiedete, stellte sich am Freitag ein kleines bisschen Hofbräuhaus-Atmosphäre ein, jenem berühmten Gasthaus in München, in dem die Brauerei Hofbräu ihre Anfänge nahm.

Professor Jeffrey Gaab der Farmingdale Universität und Experte für deutsches Bier und die Brauerei Hofbräu ist spätestens seit einem Studienaufenthalt in München Fan des Hofbräuhauses. "Wenn man dort sitzt, dann spielt es keine Rolle mehr, wer Du bist oder wo Du herkommst." erklärt er. "Alle Gäste werden über ihren Bieren zu Freunden. Ich habe direkt nach der Wende im Hofbräuhaus amerikanische Offiziere, Menschen aus Ostdeutschland und sogar russische Soldaten zusammen sitzen und trinken sehen,Pavel Pasquell in aller Freundschaft. Das ist es, was das so typisch deutsche Wort Gemütlichkeit ausdrückt"

Ursprünglich hat Hofbräu nur ein Weizenbier und ein Braunbier hergestellt. Der Herzog von Bayern, Gründer der Brauerei, war nicht nur der erste, der Bier für das Volk brauen ließ, denn davor war Bier für Mönche reserviert. Er war auch ein cleverer Geschäftsmann und ließ sich seine Biersorten patentieren und die alleinigen Rechte an den Sorten sichern.

Heute ist dies anders, Hofbräu bietet insgesamt zehn verschiedene Biersorten an. Die Gäste in Fraunces Tavern konnten fünf davon probieren. Dabei ging es los mit einem Weizen zum Salat, über ein helles und überraschend herbes Dunkles bis zum leicht süßen Maibock, das zu Apfelkuchen oder Brotpudding serviert wurde.

Paul Toebelman, Joe Greeco, Eric HoffmanDas deutsche Bier ist, laut Gaab, das beste Bier der Welt, da es nach dem ältesten Lebensmittelgesetz der Welt hergestellt wird. Obwohl das Reinheitsgebot von 1516 in Deutschland im Jahr 1987 abgeschafft wurde, halten sich die meisten deutschen Brauereien weiterhin daran. Ursprünglich wurde es als Hygienevorschrift erlassen. Um Seuchen zu vermeiden, durfte für Bier nur klares und sauberes Gebirgs- oder Quellwasser verwendet werden.

Doch es ist nicht nur das Reinheitsgebot, das deutsches Bier zu einem besonderen Getränk macht. Nirgendwo kann man Gemütlichkeit so deutlich fühlen, wie bei einer Runde mit Freunden und einem kühlen Bier. Es war dieses Gefühl, das am Freitag in Fraunces Tavern zu spüren war. Einige Gäste waren in Lederhosen und Dirndl erschienen, und Dr. Michael Möller, der Geschäftsführer der Brauerei Hofbräu, der extra aus München angereist war, dürfte sich angesichts des Gelächters, Gesangs und der Lebensfreude wie im Hofbräuhaus gefühlt haben. Viele New Yorker haben an diesem Abend auf jeden Fall beschlossen, einmal in ihrem Leben dem traditionsreichen Gasthaus am Platzl in München einen Besuch abzustatten.

Das Paradekomitee organisiert im September eine Reihe von Veranstaltungen zum deutsch-amerikanischen Freundschaftsmonat, zu dem Bürgermeister Michael Bloomberg in New York offiziell aufruft.

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